Chunk #870

Aus: Booklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf (Index: 42)

490 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

nicht?«. Andere Alternativen und Möglichkeiten sind oft gar nicht mehr verfügbar im System. Würden wir allerdings im Coaching-Kontext den oben genannten Auf- trag genauso annehmen, passiert sehr wahrscheinlich folgendes: Wir fokussieren unsere Arbeit gemäß dem Ziel der Klientin auf nur zwei mögliche Optionen – A oder B. Alle anderen Optionen (A und B gleich- zeitig, Option C – Z, etwas ganz anderes usw.) klammern wir dabei aus. Wir engen unsere Koproduktion und den Suchradius der Klientin enorm ein. Wir agieren also in einem Feld, in dem die Wahlfreiheit auf ein Minimum reduziert ist. Wir unterstützen damit die Wirklichkeits- konstruktion und Annahme der Klientin, dass es für sie nur zwei mög- liche Wege gibt. Sind diese Wege z.B. der Problemtrance entsprungen, also einem Zustand, in dem nur das Problem gesehen werden kann, sind andere Lösungen, die nicht im direkten Zusammenhang mit dem Problem stehen, gar nicht vorstellbar für die Klientin. Dabei wollen wir im Coaching den Blick unserer Coachees erweitern, neue Perspektiven eröffnen und »Möglichkeitsräume« (wie Gunther Schmidt es gerne formuliert) schaffen. Wir möchten sie befähigen, mit den eigenen Ressourcen und Kompetenzen für sich selbst und ihr Hei- matsystem eine stimmige Lösung zu finden. Wir möchten nicht auf der Inhaltsebene »mitreden« (»Soll der Coachee jetzt A oder B tun?«), sondern auf der Prozessebene begleiten (»Was braucht mein Coachee um eine gute Entscheidung treffen zu können?«). Entscheidungsaufträge sollten daher nur unter bestimmten Bedin- gungen angenommen werden, damit sie unter systemischen Aspek- ten wertschätzend und für den Coachee zielführend im Coaching be- arbeitet werden können. Genau das schauen wir uns nun näher an. Dabei ist es prinzipiell unerheblich, ob eine Entscheidung zwischen zwei oder mehr Alternativen getroffen werden soll – die zugrundelie- genden Mechanismen bleiben die gleichen. ENTSCHEIDUNGEN UND GLAUBENSSÄTZE 29

Metadaten

DokumentBooklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 05:16:01

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