Chunk #871

Aus: Booklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf (Index: 43)

495 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

2. EINE KLUGE ENTSCHEIDUNG (NACH MAJA STORCH) Wir beleuchten zu Beginn, was eine »gute« Entscheidung überhaupt ausmacht bzw. ausmachen kann. Maja Storch schreibt: »Sobald eine Entscheidung ansteht, erzeugt das Gehirn Vorstellungsbilder von mög- lichen Szenarien und deren Folgen. Die Szenarien entfalten sich sofort und fast gleichzeitig. Dies geschieht sehr schnell, und zwar ohne, dass Sie mit Ihrem Bewusstsein etwas davon merken. Man kann sich diese Bilder vorstellen wie kleine innere Filme.« (Storch, 2008, S.30). Die ab- laufenden Filme werden dann bewertet. Auf Grundlage dieser Bewer- tung entscheiden wir uns für die Alternative mit den meisten Vorteilen. Nun kann diese alles entscheidende interne Bewertung der Szenarien von zwei Instanzen getroffen werden: Dem Verstand, der in (vergleichs- weise langsamen und aufwändigen) Prozessen die etwaigen Verflech- tungen, möglichen Reaktionen und Folgeszenarien sowie alle damit möglicherweise einhergehenden Aus- und Wechselwirkungen berech- net und analysiert – Storch nennt dies das »Spock-Modell«, angelehnt an den Vulkanier der Enterprise, der von Logik und Ratio geleitet ist. Die zweite Instanz, die das Szenario bewerten kann, ist das, was Damasio als »somatische Marker« bezeichnet. Wie du schon weißt: Somatische Marker, als kleinste Einheit unserer Wahrnehmung, arbeiten in einem dual angelegten System, das Situationen nach »gut« oder »schlecht« im Hinblick auf unser psychobiologisches Wohlbefinden bewertet. Diese Wertung löst bestimmte Signale bei uns aus, die wir über körperliche Empfindungen oder Gefühle wahrnehmen können: »Gut« gibt das Go- Signal (Annäherung), »schlecht« gibt das Stopp-Signal (Vermeidung). (Damasio, 1994) Wie diese Signale aussehen, ist bei jedem Menschen unterschiedlich und sehr individuell. Ein klassisches Stopp-Signal ist der Stein im Bauch oder aufsteigende Übelkeit. Ein typisches Go-Signal kann ein leichtes Herzklopfen oder das Gefühl von innerer Wärme sein.

Metadaten

DokumentBooklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 05:16:01

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