Chunk #303

Aus: Booklet_ProzessAuftrag_RELAUNCH2026.pdf (Index: 60)

474 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

Um so etwas Großes wie die Welt, in so etwas Kleines wie Worte zu pa- cken, müssen wir zwangsläufig Komplexität reduzieren. Wir erschaffen mit unseren Worten also ein sprachliches, reduziertes Abbild der (ver- meintlichen) Wirklichkeit. Je öfter wir etwas sagen oder hören, desto wahrer erscheint es uns. Aus der narrativen Perspektive gesprochen: Mit unserer Sprache, den Geschichten, die wir uns und anderen immer wieder erzählen, kreieren wir also unsere Welt und nicht selten auch unsere Probleme. Jay Efran sagt dazu »Menschen sind unverbesserliche und geschick- te Geschichtenerzähler und sie haben die Angewohnheit, zu den Ge- schichten zu werden, die sie erzählen. Durch Wiederholung verfesti- gen sich Geschichten zu Wirklichkeiten und manchmal halten sie die Geschichtenerzähler innerhalb der Grenzen gefangen, die sie selbst erzeugen halfen." (zitiert nach (Schlippe & Schweitzer, 2009, 2019) S.12). Hier beschrieben wird die Macht der Sprache deutlich: Wo im Alltag sprachliche Muster nahelegen, dass es keine oder nur eine einzige Lö- sung gibt, lassen sich kaum neue und eben andere Lösungen finden. Unsere Sprache prägt unser Denken. META-MODELL DER SPRACHE Das Meta-Modell der Sprache, ursprünglich entwickelt durch Joseph O’Connor und John Seymour, wurde von Richard Bandler und John Grinder als NLP Technik modifiziert und hinterfragt eben diese redu- zierte (sprachliche) Repräsentation unserer Wirklichkeit, um die Kom- plexität, und damit die Wahlmöglichkeit, zu erhöhen. In diesem Zusammenhang wird von Transformationsgrammatik gespro- chen, einem linguistischen Konzept, dass in den 1950er Jahren von Noam Chomsky konzipiert und später mehrfach revidiert und erweitert wurde. Hierbei wird zwischen einer Oberflächenstruktur (= Form / was wörtlich gesagt wird) und einer Tiefenstruktur (= Bedeutung / die der Sprecher dem Gesagten gibt) der Sprache unterschieden.

Metadaten

DokumentBooklet_ProzessAuftrag_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 02:20:37

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