Chunk #1002

Aus: Booklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf (Index: 39)

491 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 28

Inhalt

schlechten Tag und will eigentlich ihre Ruhe. Oder Kollegin B ist im Kopf voll und ganz bei ihrer gleich anstehenden Präsentation und be- kommt von ihrer Umgebung gerade gar nichts mit. Im obigen Beispiel agiert Kollegin A also mit (eigenen und unterstell- ten) Erwartungshaltungen im Sinne von »Die grüßt mich jetzt sicher gleich und will dann zurück gegrüßt werden«. Kollegin B ist in Ge- danken bei dem gleich anstehenden Termin und grüßt daher nicht. Kollegin A ist irritiert und interpretiert das Verhalten der Kollegin, die ja eigentlich hätte grüßen sollen. Die Interpretation kann in die Rich- tung »Mag mich Kollegin B jetzt nicht mehr? Habe ich bei unserem Telefonat gestern etwas Falsches gesagt?« oder »Was für eine arro- gante Ziege. Die hat mich doch vor zwei Wochen erst ignoriert…« oder eine ganz andere Richtung gehen. So oder so steht fest: Die eigene Erwartungshaltung (»Ich werde gleich gegrüßt«) und die erwartete Er- wartungshaltung (»Die will, dass ich sie dann zurückgrüße«) wurden enttäuscht. In aller Regel ist diese Dynamik ein entscheidender Teil des Problemerlebens. Weiß ich um die beteiligten Erwartungen, bin ich freier in meinen eigenen Entscheidungen, der Wahl meines Bezie- hungsbeitrages. Wikipedia sagt in Bezug auf diese soziologische Systemtheorie: »Teil- nehmer sozialer Systeme haben eine Fülle von Handlungsoptionen, ihr Handeln ist also kontingent. Da das für alle Teilnehmer gilt, herrscht doppelte Kontingenz. Ohne Erwartung kann kein Teilnehmer sicher sein, wie sich der jeweils andere verhalten wird. Ohne Erwartungser- wartung kann er nicht wissen, wie er sich selbst verhalten soll. Das macht soziale Systeme komplex. Damit Kommunikation gelingt, müs- sen die Teilnehmer nicht nur Erwartungen, sondern auch Erwartungs- erwartungen bilden, also wissen, welche Erwartungen der ­anderen Wirkung = Ursache = Wirkung = … A wird zu »Frau meckert“ B wird zu »Mann zieht sich zurück« DÜRFEN WIR VORSTELLEN 28

Metadaten

DokumentBooklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 05:52:32

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