Chunk #670
Aus: Booklet_PerspektiveBeziehung_RELAUNCH2026.pdf (Index: 56)
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Tokens
Synced
Status
Analysiert
Textsemantik
Textsemantik
| Aussageform | assertion |
|---|---|
| Absicht | explain |
| Rahmen | theoretical |
| Diskursrolle | evidence |
| Modell | ollama:gemma3:27b-it-qat |
Heading-Pfad
| Pfad | Seite 55 |
|---|
Inhalt
Diese Art von Erwartungen können sogar hinderlich und schädlich für
eine positive Lebenseinstellung sein. Würden wir immer bekommen,
was wir erwarten, gäbe es übrigens auch keinen Raum für Dankbar-
keit. Das wäre doch schade, oder?
Unter bestimmten Voraussetzungen können Erwartungen allerdings
auch hilfreich sein, beispielsweise dann, wenn sie sich auf Versprechen,
Verabredungen, Vereinbarungen und Verträge beziehen: Die Vertrags-
partnerinnen können erwarten, dass die eingegangenen Verbindlich-
keiten auch erfüllt werden. Erwartungen können uns also auch ein Ge-
fühl von Sicherheit verschaffen.
Was ist es nun, das Erwartungen zu riskanten Begleiterinnen werden lässt?
DAS RISIKO VON ERWARTUNGEN
Erwartungen im Alltag versetzen uns in der Regel in eine einengende
und abhängige Position und drängen uns sehr schnell in eine Opfer-
haltung, weil das Erwartete vielleicht nicht eingetreten ist. Werden Er-
wartungen dagegen erfüllt, ersetzen wir sie gerne direkt durch neue,
größere Erwartungen, bis wir an eine Erwartungsgrenze geraten, die
nicht erfüllt wird, was uns dann wiederum oft frustriert zurücklässt.
Es besteht zudem die Gefahr, dass wir uns von unseren Erwartungen
abhängig machen und folglich nicht offen bleiben für die Situation
und deren Möglichkeiten, wie sie tatsächlich ist.
Ein Großteil unseres Denkens ist auf das Wenn-Dann-Prinzip trainiert
(»Wenn du schnell die Zähne putzt, dann darfst du 5 Minuten länger
fernsehen.«). Dieses Prinzip stellt allerdings kein unverrückbares Natur-
gesetz dar. Es kann lediglich gewisse Wahrscheinlichkeiten beschrei-
ben. Wir denken: »Wenn ich A tue, folgt B. Wenn ich C nicht tue, folgt
D.« Aber Achtung: Das ist nichts weiter als ein gut erlernter Trugschluss!
Jorge Bucay (2013) stellt in seinem Buch die ironische Unglücks-Formel
(Unglücks-Index) vor:
UI = E-R
Das Maß unseres Unglücks (Unglücks-Index) = Erwartungen - Realität
GUT ZU WISSEN
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Metadaten
| Dokument | Booklet_PerspektiveBeziehung_RELAUNCH2026.pdf |
|---|---|
| Pfad | /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_PerspektiveBeziehung_RELAUNCH2026.pdf |
| Chunk-Index | 56 |
| Qdrant-ID | 4944fd67-ba91-41f1-8209-5480ba547107 |
| Erstellt | 27.12.2025 04:14:00 |
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