Chunk #654

Aus: Booklet_PerspektiveBeziehung_RELAUNCH2026.pdf (Index: 40)

470 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen practical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 39

Inhalt

Beide Annahmen zeigen sehr anschaulich, dass Gefühle immer nur in uns selbst entstehen und nie von außen verursacht werden – weder von einer Situation noch von einer anderen Person. Auch wenn wir das (insbesondere bei negativen Gefühlen und im Kon- text von Konflikten) in der Praxis gerne abstreiten, lässt es sich sehr deutlich daran erkennen, dass verschiedene Menschen zu ein und der- selben Situation vollkommen unterschiedliche Gefühle erzeugen kön- nen. So kann es sein, dass eine Person ein Konzert mit lautstarker Musik inmitten einer großen Menschenmenge als tolles Erlebnis wahrnimmt und sich pudelwohl fühlt beim Tanzen und Singen, wohingegen eine andere Person die ohrenbetäubende Geräuschkulisse und die vielen Menschen als unangenehm oder gar bedrohlich interpretiert. Wir möchten sogar noch einen Schritt weitergehen: Auch wir selbst können – abhängig von verschiedenen Faktoren – zu ein und demsel- ben Sachverhalt bzw. in ein und derselben Situation unterschiedliche Gefühle hegen. Bleiben wir bei unserem Konzert-Beispiel, könnte ein Faktor »Kopfschmerzen« lauten. Wenn wir das Konzert ohne Kopf- schmerzen besuchen, haben wir große Freude an diesem Erlebnis. Besuchen wir es mit Kopfschmerzen, bereitet es uns wahrscheinlich Stress und führt zu einer Steigerung unseres Unwohlseins. Der Grund, weshalb wir uns davor scheuen, diese Wahrheit anzuerken- nen ist, dass wir dann automatisch auch angehalten sind, die Verant- wortung für unsere eigenen Gefühle zu übernehmen. Das ist natürlich sehr viel anstrengender, als die Verantwortung zu externalisieren und die Umstände oder andere Personen in die Pflicht zu nehmen. Mehr dazu findest du auch beim Thema »Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg« im Modul Konflikte und Widerstände. Die Gefühle, die wir erzeugen, zeigen sich übrigens auch unmittelbar in unserem körperlichen Erleben.

Metadaten

DokumentBooklet_PerspektiveBeziehung_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 04:14:00

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