Chunk #331

Aus: Booklet_ProzessAuftrag_RELAUNCH2026.pdf (Index: 88)

483 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen practical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 70

Inhalt

BEISPIELE AUS DER PRAXIS Zahlreiche Studien haben sich mit Effekten und Auswirkungen von Priming beschäftigt. So zeigt der »Florida-Effekt«, abgeleitet aus einer Studie des Jahres 1996, durchgeführt vom amerikanischen Psycholo- gen John Bargh: Wer auf »Altern« geprimt wurde, bewegt sich langsa- mer und das funktioniert auch andersrum: Wer sich fünf Minuten lang langsam bewegen musste, erkennt Wörter besser, die mit dem Thema »Altern« assoziiert werden. Der sogenannte »Macbeth-Effekt« bezeich- net das Phänomen, dass Menschen das unwillkürliche Bedürfnis be- kommen, sich zu waschen, werden sie an ein beschämendes Ereignis erinnert. Menschen, die einen Bleistift quer im Mund mit den Zähnen festhalten, finden Filme und Comics sofort lustiger, weil der Bleistift sie manuell zum Lächeln zwingt. Benenne laut die Farbe des Wortes, ohne es zu lesen: BLAU ROT GRAU GELB SCHWARZ GRÜN VIOLETT PINK BRAUN GRÜN WEISS ROT ORANGE GELB ROSA BLAU BRAUN VIOLETT ROT ROSA GRAU WEISS BLAU ORANGE SCHWARZ GRÜN DIE DUNKLE SEITE DER MACHT Priming wird u.a. als Methode im Neurolinguistischen Programmie- rens (NLP) angewandt und ist, nicht nur dort, auch umstritten. Wer die Funktionsweise unseres Gehirns und des Gedächtnisses versteht, kann Priming sehr zu seinem eigenen Vorteil nutzen – dann sprechen wir von bewusster Manipulation. Aber auch ohne »böse« Absicht, können wir uns und andere Menschen negativ primen. Die Ergebnisse der Pri- ming-Forschung belegen, dass wir jeden Tag unzählige Male geprimt werden und selbst regelmäßig andere Menschen primen, ohne dass es uns bewusst ist. Nicht nur die Werbebranche lebt von diesem Effekt, auch unsere alltäglichen »Filterblasen«: Durch die Auswahl unserer Informationsquellen, sowie die permanente Wiederholung derselben Botschaften in den Massenmedien, werden unsere Einstellung, unser Weltbild und unser Verhalten beeinflusst.

Metadaten

DokumentBooklet_ProzessAuftrag_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 02:20:37

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