Chunk #1874
Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 139)
495
Tokens
Synced
Status
Analysiert
Textsemantik
Textsemantik
| Aussageform | assertion |
|---|---|
| Absicht | explain |
| Rahmen | theoretical |
| Diskursrolle | definition |
| Modell | ollama:gemma3:27b-it-qat |
Heading-Pfad
| Pfad | Seite 115 |
|---|
Inhalt
Uns ist nun bekannt, dass Säugling und Kleinkind sich über die
Resonanz (körperlich plus Stimme) zur Bezugsperson regulieren
kann. Bekommt es nicht die für sein Alter angemessene
Resonanz, entsteht im Nervensystem zu viel Stress (Arousal). Die
Stresshormone hemmen die gesunde Entwicklung des Ge-
hirns, die Ausbildung des gesunden Selbstwerts, einer sicheren
Zugehörigkeit etc. Mit dem Spracherwerb kommt eine weitere Verknüpfung in der
Interaktion mit dem Du hinzu: Verknüpfung zwischen
Gesagtem und Gehörtem einerseits und andererseits dem
Geschehen. Diese Verknüpfung wird erlernt und neuronal
verankert. Daher hat die Sprache auf den Menschen genauso
neurobiologische Auswirkungen wie faktisches Geschehen. Versuch anhand des Spracherwerbs:
Kinder wurden Stresstests unterzogen, bei dem sie unter
Beobachtung vor Prüfern frei sprechen und eine einfache
Rechenaufgabe lösen mussten. Gemessen wurde die
Aktivierung eines bedeutsamen Stress-Gens im Gehirn,
übrigens gilt das genauso bei Erwachsenen. Hat man dem Kind
nun erlaubt, während des Stresstests mit der Mutter zu
telefonieren, fiel die Aktivierung des Gens deutlich geringer aus. Säuglinge und Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr brauchen zur
Selbstregulierung (Stressregulierung) die Bezugspersonen. Versuche, diese Selbstregulierung früher zu beginnen, z.B. in
Kitas, bei denen Kinder bestraft wurden, da sie gewisse Regeln
missachteten (sie können es von der Entwicklung her noch
nicht), haben traumatische Folgen auf die Kinder. KAPITEL 6 – VERTIEFUNG FÜR DAS THERAPEUTISCHE SETTING
Selbststeuerung und Regulierung
Die Fähigkeit zur Selbstregulierung beginnt frühestens mit dem
2. Geburtstag, also dem 3. Lebensjahr. Hier benötigt das Kind
liebevolle und altersgemäße Anleitung in kleinen Schritten,
nämlich die Perspektive anderer zu berücksichtigen. In den
ersten 2 Jahren entstehen neuronal ganz langsam die Selbst-
Netzwerke in der unteren Etage des Stirnhirns (Vertikaler Selbst-
Transfer).
Metadaten
| Dokument | Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
|---|---|
| Pfad | /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/Aufbau-Ausbildung/Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
| Chunk-Index | 139 |
| Qdrant-ID | adacb679-f5db-4ade-ac5d-c865cbf0ccec |
| Erstellt | 27.12.2025 13:58:35 |
Zusatz-Metadaten
{
"page": 115,
"vision": {
"detected_elements": [],
"page_title": null,
"has_images": false,
"has_charts": false,
"has_tables": false,
"layout_type": "standard",
"key_topics": [],
"vision_tokens": 0
}
}