Chunk #1840

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 105)

486 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

Zur Erinnerung: Wir befinden uns hier im neurotischen Bereich, nicht im pathologischen. Neurosen haben wir alle. Vom Konfliktgeschehen her vermute ich den Versorgungs-Autarkie Konflikt im passiven Modus, welcher im Alter von 3 Jahren auftritt. Alles dreht sich ums Bekommen, ums Versorgt-Sein, um die Angst, alles zu verlieren – oder aber im Gegenteil darum, dass wir „niemanden brauchen“, keiner Geborgenheit bedürfen. Im passiven Modus sind wir gefühlsmäßig stark gebunden bis abhängig und klammernd. Wenn wir in irgendeiner Form allein gelassen oder zurückgewiesen werden, reagieren wir ängstlich oder depressiv. Durch gezieltes Nachfragen, um meine Hypothese zu prüfen, erkannte Klaus, dass seine Reaktion nicht souverän bzw. erwachsen war. Als ich ihn daraufhin fragte, wie alt er sich denn fühlte, als er an die Claudia dachte, sagte er „wie ein dreijähriges Kind“. Was braucht das dreijährige Kind? Es will gesehen, angenommen und versorgt werden – es will etwas bekommen. Es will autonom sein, die Welt erkunden und braucht gleichzeitig noch die Ge- borgenheit und Bestätigung der Mutter bzw. der Eltern. Das lässt sich gut auf eine Arbeitssituation übertragen, die ja seine Existenz sichern soll. KAPITEL 4 – DIE GRUNDKONFLIKTE Praxis-Beispiel eines innerseelischen Konflikts Klaus berichtete, dass seine Mutter schon immer psychisch krank war. So hatte sie auch früher einfach keine Kapazitäten für ihre vier Kinder. Der Vater war wenig emotional und mit seiner depressiven Frau überfordert, worunter auch die Mutter litt. Mit Hilfe von Psychoedukation wurde ihm bewusst, dass er sich in der Begegnung mit Claudia wie ein Dreijähriger vorkam, der sich unsicher und gekränkt fühlte, weil er vermeintlich nicht gesehen wurde und von ihr keine Anerkennung bekam. Stattdessen hörte er nur Kritik an seiner Person. Dies löste in seinem unsicheren Selbst übermäßige Kränkungen und Ängste aus, die ihn zunächst lähmten.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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