Chunk #1822

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 87)

498 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 74

Inhalt

Der Konflikt „Versorgung versus Autarkie“ wird zum Problem, wenn die Ambivalenz aus dem Wunsch nach Versorgung/Geborgenheit und der Abwehr desselben das Verhalten und Erleben in einer Beziehung bestimmt. Alles dreht sich ums Bekommen, ums Versorgt-Sein, um die Angst, alles zu verlieren – oder aber im Gegenteil darum, dass wir „niemanden brauchen“, keiner Geborgenheit bedürfen. Im passiven Modus sind wir gefühlsmäßig stark gebunden bis abhängig und klammernd. Wenn wir in irgendeiner Form allein gelassen oder zurückgewiesen werden, reagieren wir ängstlich oder depressiv. Die unbewusste Beziehungsgestaltung erschwert Trennungen, z. B. durch finanzielle oder berufliche Abhängigkeiten. Im Berufsleben wird weniger nach einem Aufstieg als nach sozialer Geborgenheit gestrebt. Was Geld und Besitz angeht, so wollen wir alles haben und halten, etwas abzugeben fällt uns extrem schwer. Im Krankheitsfall klammern wir uns in unserem Bedürfnis nach Betreuung/Versorgung an den Arzt und das Pflegepersonal. Im aktiven Modus werden die Bedürfnisse nach Versorgung durch Selbstgenügsamkeit und Anspruchslosigkeit kompensiert. Wir bitten nicht um Hilfe, lehnen entsprechende An- gebote ab, auch in unserer Beziehung. Askese, wenn nicht gar Altruismus kennzeichnet das Verhalten. In der Fantasie wird dieser Verzicht irgendwann belohnt. Tief verborgen liegen jedoch die Gefühle der Traurigkeit und der Sehnsucht nach Versorgung. Auf beruflicher Ebene betreiben wir Selbstausbeutung, spielen die Rolle des unersetzlichen Mitarbeiters. Wird dies einmal nicht honoriert oder geraten wir in wirtschaftliche Not/ Arbeitslosigkeit, drohen Selbstzweifel und Depressionen. Bezüglich Geld und Besitz wird selbstlos gegeben, dabei wird aber unbewusst eine Rechnung aufgemacht, im Wunsch etwas zurück zu bekommen. In der Gesellschaft sorgen wir für andere – beneiden oder verachten diese aber oft gleichzeitig. Sind wir krank, lehnen wir Hilfe ab. KAPITEL 4 – DIE GRUNDKONFLIKTE 3.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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