Chunk #988

Aus: Booklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf (Index: 25)

476 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle definition
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

KYBERNETIK ZWEITER ORDNUNG Kybernetik stammt vom griechischen »Kybernetes« und bedeutet so- viel wie »Steuermann« und befasst sich als Wissenschaft generell mit der Steuerung und Regelung dynamischer Systeme. Sie fokussiert also auf Wirkmechanismen und Wechselwirkungen innerhalb von (biologi- schen, technischen, soziologischen usw.) Systemen. Als Coach sind wir unweigerlich Teil des Beratungssystems, Teil der gemeinsamen Koproduktion. Wir sitzen unserer Klientin gegenüber, sehen sie in ihrer gesamten Erscheinung vor uns sitzen. Aus dieser Perspektive lässt sich von »Kybernetik erster Ordnung« sprechen: Wir beobachten das biologische System der Klientin und fühlen uns au- ßerhalb dieses Systems. Wir sind Beobachter, wissen um die Ziele und Wünsche der Klientin, werten und agieren aus unserem eigenen biolo- gischen System heraus. Die Krux hierbei ist: Zwangsläufig fließen unse- re eigenen Beschreibungen und Bedeutungen in diese Beobachtung mit hinein und »färben« sie. Wie du schon weißt, ist Wahrnehmung (oder »Wahrgebung« wie Gunther Schmidt es treffend nennt) ein in- ternaler Prozess. Wir nehmen nicht wahr was ist, wir nehmen wahr, wie wir sind. Genau hier liegt die Krux beim Coaching: Wie wir sind, wie und was wir wahrnehmen, fließt unweigerlich in das System ein. Das ist bis zu einem gewissen Punkt natürlich auch gut so. Coaches sind ja keine Maschinen, die alle gleich sind. Das wäre auch langweilig. Ab einem gewissen Punkt ist es allerdings für den Auftrag der Klientin nicht förderlich, den Coachingprozess nur aufgrund unserer direkten Wahrnehmung zu gestalten. Es geht darum, mehr zu sehen also bloß die »Einheit«, das biologische System Klientin. Hier kommt die konstruktivistische Theorie »Kybernetik zweiter Ord- nung«, etabliert von Heinz von Foerster, ins Spiel, der sagt: »Wer ein System beobachtet, beeinflusst dieses System, eben weil er es beob- achtet.

Metadaten

DokumentBooklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 05:52:32

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