Chunk #980

Aus: Booklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf (Index: 17)

478 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle definition
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

KONTEXTUALISIERUNG Menschen sind nicht. Menschen verhalten sich. Menschliches Verhalten und Erleben findet immer im Zusammenhang mit, oder in Bezugnahme auf, Umweltfaktoren statt. Jedes Verhalten, jede Aktion oder Reaktion – ob im Innen oder Außen, beobachtbar oder nicht – ist damit immer eine Antwort, ein Feedback auf die Umwelt. Ob wir etwas als Kompetenz, also als kreativen Lösungsversuch ansehen und wertschätzen oder als Versagen, das wir verurteilen, hängt vom Kontext ab, in dem wir dieses Verhalten betrachten. Lebewesen kön- nen nicht unabhängig von ihrem Kontext (ihren Bezugssystemen) be- griffen werden. So wird auch Unterschiedsbildung möglich: Ein Mensch verhält sich nicht statisch oder gleich. Abhängig vom Kontext verhält und erlebt er sich unterschiedlich. In der einen Situation mutig, in der anderen vorsichtig. In der Arbeit selbstbewusst, im Freundeskreis schüchtern. Auch Kompetenzerleben ist also kontextabhängig, d.h. in einer Situa- tion erleben wir vollen Zugriff auf unsere Kompetenzen, in einer ande- ren Situation scheint der Zugriff unmöglich. Wie Klaus Mücke schreibt: »Man kann sogar behaupten, der gleiche Mensch ist in unterschiedli- chen Situationen jeweils ein anderer.« (Mücke, 1998, 2009) S. 474). Ord- nen wir ein Problemerleben in das Gesamtgeschehen ein, können wir damit u.a. auf problemfreie Zeiten, Kompetenzerleben und Muster des Gelingens fokussieren. Dabei zielt jede unserer Interventionen im Coachingprozess auf Unter- schiedsbildung im Erlebnisraum der Klientin ab. Damit das Problem nicht als feststehendes »Ding« erlebt wird, sondern als ein Prozess, der sich durch eigene Handlungen (im Innen und Außen) verändern und gestalten lässt. Diese Unterschiedsbildung betrifft dabei nicht nur das Erleben der Klientin im Hier und Jetzt oder in der Zukunft, sondern auch die Bewertung, die die Klientin Geschehnissen in ihrer Vergan- genheit gibt.

Metadaten

DokumentBooklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 05:52:32

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