Chunk #90

Aus: Booklet_CoachingPsychopathologie_RELAUNCH2026.pdf (Index: 38)

488 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 39

Inhalt

Ob nach einer traumatischen Erfahrung eine PTBS entwickelt wird, ist stark davon abhängig, wie gut die Bewältigung des Erlebten gelingt. Hierfür ist es nötig, dass das Erlebte »geordnet« im Gedächtnis abge- legt und als Teil der eigenen Biografie akzeptiert werden kann. Notfall- psychologische Betreuung, aber auch ein konstruktiv unterstützendes Umfeld (Angehörige, Arbeitskollegen usw.) können hier einen wichti- gen Beitrag leisten. Bei Typ-II-Traumatisierungen kommen oftmals zum PTBS noch weitere Erkrankungen wie z.B. Angststörungen, Depressionen oder Borderline- Störungen hinzu. Im ICD 11 wird sich die komplexe PTBS als neu eingeführte Diagnose wiederfinden. Von einer PTBS systematisch abzugrenzen sind einerseits akute Schockzustände, die im Anschluss an ein traumatisches Erlebnis auf- treten können, andererseits dissoziative Störungen, bei denen belas- tende Erinnerungen oder ganze Zeitabschnitte komplett verdrängt oder abgespalten werden (z.B. Amnesie). Hierunter fällt auch die spektakuläre, aber in ihrer tatsächlichen Existenz umstrittene multiple Persönlichkeitsstörung. Häufigkeit Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe seines Lebens eine traumatische Er- fahrung zu machen, liegt Untersuchungen zu Folge bei 50-90%, die Wahrscheinlichkeit, im Laufe seines Lebens eine PTBS zu haben bei 8%. Eine stark erhöhte Wahrscheinlichkeit für PTBS haben Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten. Behandlungsmöglichkeiten Zur Behandlung von PTBS ist Psychotherapie grundsätzlich sinnvoll. Als wirkungsvoll haben sich insbesondere die kognitive Verhaltens­ therapie und das EMDR, aber auch andere Methoden erwiesen, hyp- notische Regressionen sind dagegen heute umstritten. Es empfiehlt sich in jedem Fall die Arbeit mit einem spezialisierten Trauma-Thera- peuten. Unterstützend können Medikamente eingesetzt werden, die ­beruhigend oder schlaffördernd wirken. DÜRFEN WIR VORSTELLEN 39

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 01:15:18

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