Chunk #873
Aus: Booklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf (Index: 45)
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Tokens
Synced
Status
Analysiert
Textsemantik
Textsemantik
| Aussageform | assertion |
|---|---|
| Absicht | explain |
| Rahmen | theoretical |
| Diskursrolle | evidence |
| Modell | ollama:gemma3:27b-it-qat |
Heading-Pfad
| Pfad | Seite 31 |
|---|
Inhalt
Die möglichen Entscheidungs-Szenarien werden so mit ähnlichen
Situationen verglichen, die in unserem emotionalen Erfahrungsge-
dächtnis Zeit unseres Lebens abgelegt sind – wie eine Suchmaschine
im Internet sucht unser Gehirn blitzschnell alles durch, was es im Ge-
dächtnisspeicher zum entsprechenden Thema finden kann. Wird eine
vergleichbare Situation gefunden, löst diese Erinnerung automatisch
die damit verbundene Bewertung (und die zugehörigen körperlichen
Reaktionen) aus. Somatische Marker zeigen also aufgrund bereits ge-
machter Erfahrungen die individuelle gefühlsmäßige Vorliebe für ein
Entscheidungsszenario. Ein Beispiel: Die gefühlsmäßige Vorliebe, Säbelzahntiger lieber zu mei-
den anstatt zu streicheln, ist situationsübergreifend durchaus sinnvoll
gewesen. Stehen wir allerdings z.B. vor der Entscheidung, einen neuen
Job mit allen neuen Herausforderungen anzunehmen oder doch lieber
im alten gemütlichen Job zu bleiben, werden unsere Instanzen viel-
leicht melden: »Nein, danke. Neuen Job und neue Herausforderungen
hatten wir schon mal. Das ging gründlich schief. Wir nehmen lieber
das mit der Gemütlichkeit.«. Nun hat sich vielleicht aber zwischen der
damaligen (im Erfahrungsgedächtnis mit einem negativen Somati-
schen Marker belegten) Erfahrung und dem heutigen Angebot etwas
entscheidend geändert: Es ist einige Zeit vergangen, wir sind gereift
und freuen uns sogar ein bisschen auf die Herausforderung – der Ver-
stand registriert das sofort. Somatische Marker können den Verstand
bei Entscheidungen nicht ersetzen aber ihn äußerst erfolgreich unter-
stützen, indem sie aus der Fülle an vorstellbaren Szenarien und zuge-
hörigen Bildern eine emotional gesicherte Vorauswahl treffen, auf der
unser Verstand dann seine Analysen für Lösungsmöglichkeiten auf-
bauen kann. So kann der Verstand im genannten Beispiel den Wunsch nach Ge-
mütlichkeit und die Angst vor einer erneut schlechten Erfahrung mit in
die Entscheidungsfindung einfließen lassen.
Metadaten
| Dokument | Booklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf |
|---|---|
| Pfad | /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf |
| Chunk-Index | 45 |
| Qdrant-ID | 362dc1c1-dd23-4162-baf0-675477c92091 |
| Erstellt | 27.12.2025 05:16:01 |
Zusatz-Metadaten
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