Chunk #316

Aus: Booklet_ProzessAuftrag_RELAUNCH2026.pdf (Index: 73)

486 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle example
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

dem unsere (neuronalen) Strukturen neue Welten konstruieren. Alles was wir wahrnehmen, ist von uns selbst erschaffen. Auch wenn wir sagen »Ich habe es mit eigenen Ohren gehört!« ist dies subjektive Wahrnehmung. Denn »hören« passiert nicht im Ohr, son- dern im Gehirn. Die Schwingungen, die über den Hörnerv transportiert werden, werden ins Gehirn geleitet, wo sie zum einen mit Erfahrungen, Werten, Idealen usw. und zum anderen mit ebenso eingegangenen Sinneseindrücken (Gesehenem, Gespürten usw.) abgeglichen und ver- knüpft werden. Damit entsteht das »Gehörte« in uns selbst als bunter Mix aller beteiligten Eindrücke und Einflüsse – als subjektive Wirklich- keit. Gerhard Roth, Neurobiologe, ergänzt. »Das Gedächtnis ist das wich- tigste Sinnesorgan: Das meiste, was wir wahrnehmen, stammt aus dem Gedächtnis. Wir nehmen stets durch die ‚Brille‘ unseres Gedächt- nisses wahr, denn das, was wir wahrnehmen, ist durch frühere Wahr- nehmung entscheidend mitbestimmt.« WAHRGEBUNG Zur subjektiven Wahrnehmung kommt dann noch die subjektive Be- deutungsgebung – oder wie es Gunter Schmidt treffend zusammen- fasst: Unsere Wahrgebung. Jeder Mensch hat eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Damit haben wir alle eine individuelle Geschichte, die mit unserer Geburt beginnt. Wir alle gestalten im Hier und Jetzt das aktuelle Kapitel unserer Geschichte: Unsere Beziehun- gen, den Umgang mit unseren Gefühlen, das (Kennen-) Lernen von Unbekanntem. Wir alle haben Visionen, Hoffnungen und Ängste, die die nächsten Kapitel unseres Lebens betreffen. Mit Körper, Geist und Seele erleben wir unsere Wirklichkeit. Dieses Erleben ist dabei selektiv und willkürlich, da wir für uns (meist unterbewusst) aus der Fülle von vorhandenen Informationen diejenigen auswählen, die uns bedeu- tungsvoll erscheinen. (Wienands, 2005) Diese Bedeutung fließt unwill- kürlich in unsere Bewertung von dem, was wir als Wirklichkeit erleben, ein.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 02:20:37

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