Chunk #1868

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 133)

492 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
« Vorheriger (#132) Naechster (#134) »

Heading-Pfad

Pfad Seite 111

Inhalt

Kehren wir an dieser Stelle nochmals in die kindliche Entwicklung zurück, um vertiefend für die Praxis in der Therapie zu verstehen, was in den ersten drei Jahren und darüber hinaus so Zentrales in unserem Selbst-System und den neuronalen Strukturen unseres Gehirns von- statten geht. Warum sind Entwicklung und Beziehungen ohne Konflikt nicht möglich? Welche Rolle haben wir im therapeutischen Setting? Sobald er sich selbst bewegen, sogar davonkrabbeln kann mit ca. 1 Jahr, beginnt der Mensch, seine Abhängigkeit als ambivalent zu erleben. Hier beginnt die Gegenbewegung, das Ringen um Autonomie. Die Welt will erkundet werden, ich will mich in der Welt erkunden und erleben: Das Explorationsverhalten ist Voraussetzung für Kreativität, für Entwicklung überhaupt. Die Fähigkeit Autonomie zu entwickeln, hängt von dem vorangegangenen Bindungsgeschehen ab, das in Kap. 2 beschrieben wurde. Bindung und Autonomie erscheinen als widersprüchlich, tatsächlich bedingen sie sich. Nur verlässlich gebundene Kinder, die in ihren Eltern oder Betreuern eine verlässliche Spiegelung erfahren, wagen sich auch von diesen ein Stück weit weg und entdecken ihre Umgebung. Unsicher gebundene Kinder verhalten sich ängstlich, klammernd und tun sich mit zeitlichen Abwesenheiten der Bezugspersonen schwer. KAPITEL 6 – VERTIEFUNG FÜR DAS THERAPEUTISCHE SETTING Ausbau der Selbst-Systeme Die britischen Wissenschaftler John Bowlby und Mary Ainsworth machen durch ihre Pionierarbeit die überragende Bedeutung einer sicheren Bindung des Kindes deutlich. Dieses dialektische Verhältnis zwischen einer als sicher erlebten frühen Bindung und der Fähigkeit Autonomie anzustreben, liegt auch der dem Menschen eigenen Kreativität zu Grunde. „Der Mensch verdankt sie dem Zwei-Perspektiven Selbst, dessen Fundamente in den ersten 18 Lebensmonaten angelegt werden. Kreativ sein kann nur, wer ein Problem oder ein Objekt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann.

Metadaten

DokumentTherapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf
Pfad/var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/Aufbau-Ausbildung/Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf
Chunk-Index133
Qdrant-ID8efdc68b-9c4b-40e3-86f6-08798e33cb10
Erstellt27.12.2025 13:58:35

Zusatz-Metadaten

{
    "page": 111,
    "vision": {
        "detected_elements": [],
        "page_title": null,
        "has_images": false,
        "has_charts": false,
        "has_tables": false,
        "layout_type": "standard",
        "key_topics": [],
        "vision_tokens": 0
    }
}