Chunk #1863

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 128)

481 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

Die Abwehrmechanismen helfen uns, unangenehme Gefühle wie Angst, Scham, Schuldgefühle oder Wut zu unterdrücken. Mithilfe von Abwehrmechanismen verhindern wir, dass schmerzhafte, inakzeptable und bedrohliche Impulse und Gefühle in unser Bewusstsein gelangen. Je nach Abwehrmechanismus werden die bedrohlichen Inhalte dem Bewusstsein umfassend entzogen und durch die Reduktion auf ein verträgliches Maß abgemildert. Das Ich verschiebt damit den inner- psychischen Konflikt ins Unbewusste. Hierdurch wird die Psyche zunächst entlastet. Dieses Ausweichen in die Abwehr erfolgt größtenteils unbewusst. Alle Menschen haben Abwehrmechanismen und wenden diese dauerhaft an. Der Einsatz der meisten Abwehr- mechanismen dient der Abwehr von Angst. Abwehrmechanismen sind nicht grundsätzlich patho- logisch. Sie stellen hilfreiche Strategien zur intra- psychischen Konfliktbewältigung zwischen den Instanzen dar. Pathologisch wird die Abwehr erst dann, wenn Personen sich zu stark auf einen bestimmten Mechanis- mus fixieren, z.B. die Verleugnung einer Sucht, wie Spielen oder Alkohol. In Coaching und Therapie begegnet uns sehr häufig der Abwehrmechanismus der Rationalisierung. Mit der Rationalisierung schaffen wir vermeintliche Fakten im KAPITEL 5 – DAS UNBEWUSSTE UND SEINE MANIFESTATION Abwehrmechanismen Außen, die uns vom Fühlen oder von der Übernahme von Verantwortung abhalten sollen. Eine Klientin, die seit 6 Jahren Single ist, kommt mit folgenden Fragen ins Coaching: „Wie kann ich einen passenden Partner finden?“ und „Warum finde ich keinen passenden Partner?“ Zugleich hören wir dabei rationale Sätze wie „Singlesein ist der größtmögliche Ausdruck von Freiheit heutzutage“ von ihr und entdecken den Abwehrmechanismus dahinter. Uns ist bewusst, dass dieser sie vor unangenehmen Gefühlen wie Angst, Scham oder Trauer schützt. Abhängig zu sein, ist für viele Menschen herausfordernd, gar kränkend.

Metadaten

DokumentTherapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf
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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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