Chunk #1847

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 112)

487 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

Bereits der Säugling speichert die Interaktionsmuster Das Unbewusste KAPITEL 5 – DAS UNBEWUSSTE UND SEINE MANIFESTATION ▪ zwischen sich und der Bezugsperson ab, wie wir aus der Entwicklungspsychologie und modernen Neurologie wissen. Diese frühen Erfahrungen können zwar kognitiv nicht erinnert werden, da sie in die vorsprachliche Zeit gehören, sie werden aber durch Verhaltensweisen, durch sogenannte Übertragungen (Projektionen) wieder in Szene gesetzt. Man könnte auch sagen, sie werden hier unbewusst erinnert. Unser Unbewusstes drückt sich in Träumen aus in verkleideter Form. In der Fehlleistung oder Fehlhandlung kann es sich auch ausdrücken, z.B. in Form eines Versprechers, wenn ich einer mir unsympathischen Person bei der Begrüßung „auf Wiedersehen“ sage. Das Unbewusste drückt sich auch durch Körpersprache aus. „Wir erzählen mit dem Körper mehr als mit Worten“, sagte Sammy Molche, ein bekannter Pantomime in einem Interview. Unbewusste Gesten wie die Faust ballen, die Arme verschränken, oder sich an die Nase fassen (ein Relikt. Riecht das gut? Ist das in Ordnung?) kennen wir alle aus unserem Leben. In der Errötung erzählt der Körper was ihm unangemessen oder peinlich erscheint. Auch in körperlichen Symptomen wie Nackenschmerzen, Verspannungen oder Erkrankungen kann sich das Unbewusste ausdrücken. Im klinischen Kontext sprechen wir von neurotischen oder psychosomatischen Symptomen. Ein neurotisches Symptom drückt sich durch einen unbewussten Konflikt aus. Es kann entstehen, wenn eine unbewusste oder verdrängte Vorstellung, ein Wunsch ins Bewusstsein drängt, von diesem wieder abgewiesen wird und sich dann im Sinne einer Kompromissbildung im Symptom Ausdruck verleiht. Z.B. zeigt sich im Symptom des Stotterns ein Impuls nach vorn, etwas rausbringen zu wollen, was mit Angst gekoppelt ist, und gleichzeitig eine Hemmung, die Abwehr dieses Impulses (= Kompromissbildung zwischen Impuls und Abwehr).

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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