Chunk #1816

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 81)

493 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle example
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

Latenzphase (6-11 Jahre) In der nun folgenden Latenzphase findet hingegen keine weitere psychosexuelle Entwicklung statt. Beim Kind ist auch jetzt eine sexuelle Energie vorhanden, jedoch richtet sie sich nicht auf eine bestimmte Körperregion. Diese Energie wird in der Latenzphase eher verdrängt und stattdessen in die Festigung sozialer Bindungen investiert. Der Begriff „Latenzphase“ leitet sich vom lateinischen Wort „latent“ ab und bedeutet so viel wie „verborgen sein“ (laut Duden: „vorhanden, aber [noch] nicht in Erscheinung tretend; nicht unmittelbar sichtbar oder zu erfassen“). Kinder entwickeln ihre psychosozialen, sensomotorischen und intellektuellen Kom- petenzen. Bereits erworbene Fähigkeiten werden in der Latenzphase weiter ausgebaut, Werte und Normen gestärkt. Mit der Einschulung erlernen Kinder eine positive Leistungs- orientierung und bekommen ein gutes Selbstwertgefühl. In der Latenzphase wird außerdem das soziale Verhalten ausgeformt – Freundschaften entstehen. In der Latenzphase schließen Mädchen vor allem mit Mädchen Freundschaft und Jungs tun sich eher mit Jungs zusammen. Das andere Geschlecht wird als „doof“ und „ekelhaft“ bezeichnet und abgelehnt. Die Gründe dafür lassen sich in der Ent- wicklungspsychologie finden: Die freundschaftliche Orientierung zum gleichen Geschlecht hilft dabei, sich mit dem eigenen Geschlecht zu identifizieren. Ergebnisse der geglückten Reifung: Primäre Sozialisation ist abgeschlossen, vermehrte Kon- frontation mit sozialen Kontexten außerhalb der Familie, Konkurrenz mit anderen Kindern um Leistung und Führung. Identifizierung mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil, reifes differenziertes Über-Ich, freiwerden psychischer Energie für Lernprozesse in der Schule, in der Gruppe, sekundäre Sozialisierung. Kompensations- und Abwehrmechanismen: Alle Abwehrmechanismen der vorangegangenen Stufen wirken hier weiter. Kind ist vermehrt in Abwehrarrangements der Familie eingebunden.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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