Chunk #1813

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 78)

469 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht define
Rahmen theoretical
Diskursrolle definition
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 66

Inhalt

Ödipale Phase (3-5 Jahre) Dieser Begriff geht auf eine Sage der griechischen Mythologie zurück. Ödipus heiratete seine Mutter und tötete seinen Vater. Für den Vatermord und die Inzucht musste er Strafen erleiden. Übertragen auf die Entwicklungspsychologie ging Freud davon aus, dass Kinder je nach Geschlecht eine Rivalität mit dem Vater bzw. der Mutter austragen, um die Gunst der Mutter bzw. des Vaters zu bekommen. Zwischen dem dritten und sechsten Lebensjahr – in der phallischen Phase – wächst das Bewusstsein für das eigene Geschlecht. In diesem Alter erkennen die Kinder, dass sich an ihrem Geschlecht nichts mehr ändern wird. Jetzt beschäftigt sie vor allem der Unterschied zwischen Mädchen und Jungen. Die kindliche Sexualität entwickelt sich und sie fangen an, ihren eigenen Körper zu erkunden – dazu gehört auch die kindliche Selbstbefriedigung. Sie finden heraus, dass es schöne Gefühle erzeugt, wenn sie ihre Geschlechtsteile berühren. Eltern müssen sich deshalb keine Sorgen machen. Auch das andere Geschlecht wird bei den sogenannten Doktorspielen genau unter die Lupe genommen. Für Kinder ist das ein Spiel, welches durch die Neugier entsteht. Kindliche Sexualität hat nichts mit der Sexualität der Erwachsenen zu tun. Kinder fühlen sich zum Elternteil des anderen Geschlechts hingezogen. Mädchen umgarnen ihre Väter und möchten diese später am liebsten heiraten. In der phallischen Phase lernen Kinder mit Rivalität und Neid umzugehen. Hier geht es darum, dass die Eltern altersgerechte Grenzen setzen und gleichzeitig das Bedürfnis des Kindes ernst nehmen und es nicht abwerten (erzeugt Schuld und Scham). Der Loyalitätskonflikt zwischen den Eltern will erlebt werden, um am Ende den stimmigen Platz im Familiensystem zu bekommen. Geglückte „Triangulierung“, jeder weiß jetzt, wo sein angemessener Platz ist, im Gefüge Mutter-Vater-Kind.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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