Chunk #1796
Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 61)
503
Tokens
Synced
Status
Analysiert
Textsemantik
Textsemantik
| Aussageform | assertion |
|---|---|
| Absicht | explain |
| Rahmen | theoretical |
| Diskursrolle | thesis |
| Modell | ollama:gemma3:27b-it-qat |
Heading-Pfad
| Pfad | Seite 53 |
|---|
Inhalt
Dieses bereits erwähnte narzisstische Bedürfnis ist hier
gesund und angemessen aufgrund der gegebenen Ab-
hängigkeit auf allen Ebenen. Durch Resonanz entwickelt
sich das Gehirn und damit das Selbst. Später hat dieser
Vorgang bedeutsame Selbstwert- und Identitäts-
Auswirkungen. Es sei eine gute Investition, sagen die Experten der
modernen Neurowissenschaft, wenn die Eltern in den
ersten 18 Lebensmonaten selbst möglichst viel Zeit mit
ihren Kindern verbringen, vor allem auch die Väter. Eine
Gesellschaft wird das, was sie bei der frühkindlichen
Betreuung einspart, später für kinderpsychiatrische/
heilpädagogische Einrichtungen, Schulsozialarbeit bis hin
zur Jugendgerichtsbarkeit wieder ausgeben müssen. Jeder kennt die Situation, wenn ein Kleinkind stürzt
und zuerst den Blick der Bezugsperson sucht, um darin
abzulesen, ob der Sturz schlimm war oder nicht. Dieses
als „Referencing“ bezeichnete Phänomen ist ein
Grundprinzip, nach dem Kinder sich erfahren und
lernen. Die Traurigkeit der Bezugsperson ist immer
auch die Traurigkeit des Kindes, gleiches gilt für
Schmerz oder Freude. Gefühle sind ansteckend! KAPITEL 2 – RESONANZ ALS BEDEUTSAMER EINFLUSS AUF DEN MENSCHEN
Das neuronale Körpergedächtnis –
Entstehen des Selbst-Systems
Kinder, die früh mit Singsang der Babysprache ange-
sprochen werden, entwickeln früher eine Sprach-
kompetenz. Momente gemeinsamen dyadischen Erlebens
und synchron miteinander ausgeführten Bewegungen
erzeugen emotionale Verbundenheit oder Bindung
(Attachement). Ein Kind strebt immer nach Bindung, ein
neurobiologisch verankertes Grundbedürfnis. Die Vernachlässigung sowie der Versuch, Kindern das
angeborene Bedürfnis nach Nähe abzutrainieren (kommt
leider immer noch vor) hat später schwere Folgen wie
Depressionen, Angststörungen, Empathie Defizite,
Aggressivität, Verhaltensstörungen, Schlafstörungen,
Essstörungen uvm.. Kulturen, die Kinder in empathielosen Einrichtungen
aufwachsen lassen, erziehen Kinder zu emotional
verarmten Menschen.
Metadaten
| Dokument | Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
|---|---|
| Pfad | /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/Aufbau-Ausbildung/Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
| Chunk-Index | 61 |
| Qdrant-ID | c6bad4b6-1b0f-4646-95b8-04dcf80a92d9 |
| Erstellt | 27.12.2025 13:58:35 |
Zusatz-Metadaten
{
"page": 53,
"vision": {
"detected_elements": [],
"page_title": null,
"has_images": false,
"has_charts": false,
"has_tables": false,
"layout_type": "standard",
"key_topics": [],
"vision_tokens": 0
}
}