Chunk #1785

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 50)

488 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

Für den Säugling ist beides EINS, da das Gehirn die Bereiche der Unterscheidung zwischen ICH und DU noch nicht entwickelt hat. Differenzierung muss erst erlernt werden! Wie kommt es, dass wir trotzdem mit ihnen in Kontakt kommen? Wen oder was adressieren wir eigentlich, wenn wir als Erwachsene untereinander kommunizieren? Aus neuro- wissenschaftlicher Sicht: dessen Selbst-Systeme. Wenn andere uns ansprechen oder wenn wir hören, wie andere über uns sprechen, zeigen die in unserem Stirnhirn be- heimateten Nervenzellnetzwerke eine messbare heftige Sofortreaktion. Wie wird jetzt also mit Säuglingen kommuniziert, die weder Ich-Sinn noch eine neuronale Grundlage eines Selbst haben? Personen, die sich einem Säugling zuwenden, tun etwas unbewusst und intuitiv: Das Erste und Wichtigste ist die Aufnahme von Blickkontakt. Säuglinge suchen Blickkontakt, über ihn suchen sie nach einer Verbindung. Doch damit allein ist es nicht getan. Es beginnt eine Art Spiel. Wir spiegeln den Säugling, wir gehen in Resonanz. KAPITEL 2 – RESONANZ ALS BEDEUTSAMER EINFLUSS AUF DEN MENSCHEN Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz Der Ablauf dieses kommunikativen Spiels ist dann wie folgt: Erster Schritt: wir lassen seine Mimik, Bewegungen, Körpersprache auf uns wirken, nehmen diese wahr. Zweiter Schritt: wir imitieren die von der Körpersprache ausgehende Botschaft des Kindes unwillkürlich, wobei wir sie abändern oder ergänzen, bevor wir diese an das Kind zurücksenden. Für dieses zauberhafte Spiel des Miteinander-in Kontakt-Kommens bieten Säuglinge immer wieder Anlass. Sie verziehen das Gesicht, spitzen den Mund oder gähnen. Darauf steigen wir Erwachsenen wunderbar ein: „bist du denn müde?“ Wir verfallen in einen liebevollen verwunderten Sprachsingsang, spitzen imitierend selbst den Mund oder gähnen mit. Dann zeigt der Säugling strampelnde Bewegungen, die Ärmchen schlagen auf und ab, wie bei einem startenden Maikäfer.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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