Chunk #1783
Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 48)
479
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Synced
Status
Analysiert
Textsemantik
Textsemantik
| Aussageform | assertion |
|---|---|
| Absicht | explain |
| Rahmen | theoretical |
| Diskursrolle | evidence |
| Modell | ollama:gemma3:27b-it-qat |
Heading-Pfad
| Pfad | Seite 45 |
|---|
Inhalt
Wie entsteht es also? Säuglinge sind paradoxe Wesen: in den ersten
Lebensmonaten machen wir als Erwachsene zwei
Erfahrungen mit ihnen, die eigentlich nicht
zusammenpassen. Sie vermitteln uns einerseits einen
Eindruck der krassen Hilflosigkeit und Unreife – und
andererseits nehmen wir das Gelingen wahr, „irgendwie“
mit ihnen in Kontakt zu kommen und zu kommunizieren. Viele Menschen sind von der Zartheit und Unreife derart
beeindruckt, dass sie lieber in dieser frühen Phase die
Finger von ihnen lassen aus Sorge etwas falsch zu machen
oder ihnen zu Schaden. Das ist verständlich, denn
tatsächlich ist diese Unreife der Säuglinge phänomenal. Warum sind Säuglinge unserer Spezies Mensch weitaus
hilfloser als die aller anderen Säugetiere? Wir können
nicht wenige Tage nach der Geburt auf allen vieren stehen
und uns zurechtfinden, so wie z.B. junge Katzen, Hunde
oder Pferde. Die Natur hat im Laufe der letzten Millionen Jahre den
menschlichen Körperbauplan verändert, der nicht
unproblematisch daherkommt: den Kopf größer werden
zu lassen. Dies hätte zur Folge haben können, dass keine
Mutter die Geburt ihres Kindes überlebt. KAPITEL 2 – RESONANZ ALS BEDEUTSAMER EINFLUSS AUF DEN MENSCHEN
Entstehung des menschlichen Selbst
durch Resonanz
Dieses Dilemma wurde gelöst durch die Vorverlegung der
Geburt. Evolutionär gesehen, sind menschliche Geburten
Frühgeburten. Verglichen mit der Situation von Neugeborenen anderer
Säugetiere fehlt dem Menschen bei der Geburt
mindestens ein Jahr – je nachdem mit welcher Spezies wir
hier den Vergleich anstellen, kann das zeitliche Defizit
auch noch höher beziffert werden. Die Unreife des Menschen betrifft: Wahrnehmen,
Orientierung und die Motorik, also sich gezielt
fortzubewegen. Bei Katzen und Hunden sind diese funktionstüchtigen
Sinne kurz nach der Geburt aktiv, was ihnen einen Ich-
Sinn, also ein Gefühl verleiht, handelnde Akteure zu sein.
Metadaten
| Dokument | Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
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| Pfad | /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/Aufbau-Ausbildung/Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
| Chunk-Index | 48 |
| Qdrant-ID | 4e860dca-dd50-4322-8b21-d730687e0606 |
| Erstellt | 27.12.2025 13:58:35 |
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