Chunk #1774

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 39)

495 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 37

Inhalt

KAPITEL 1 – WIR HABEN EIN BESONDERES GEHIRN Überblick über die verschiedenen Bereiche des Gehirns Zahlreiche Experimente ließen darauf schließen, dass die Spiegelneuronen viele bisher unerklärliche Aspekte mentaler Aktivität erklärten, wie Empathie, Nachahmung, Synchronie und Sprachentwicklung. Wir sind demnach in der Lage, die emotionalen Zustände und Intentionen anderer aufzufassen. Befinden Menschen sich im Zustand der Synchronie, stehen oder sitzen sie ähnlich, und der Rhythmus ihrer Stimme gleicht sich an. Unsere Spiegel- neuronen machen uns auch anfällig für die Negativität anderer, so dass wir auf ihre Wut mit Rage reagieren oder ihre Depression uns selbst ebenfalls in eine depressive Stimmung versetzt. Erst ab dem zweiten Lebensjahr wird Kleinkindern bewusst, dass andere Menschen manchmal anders denken und fühlen als sie, dies ist für die Kinder ein gewaltiger Entwicklungsschritt. Wenn sie lernen die Motive anderer zu verstehen, können sie sich in Gruppen von Menschen, die andere Wahrnehmungen, Erwartungen oder Werte haben, gefahrlos bewegen und anpassen. Ohne flexible, aktive Frontallappen werden Menschen zu Gewohnheitstieren. Ihre Beziehungen werden oberfläch- lich. Entdeckungsgeist, Staunen, Innovationen – all das fehlt ihnen. Auch wenn es um die Entscheidung geht, peinliche Dinge zu tun oder andere Menschen zu verletzen, können uns die Frontallappen davon abhalten (müssen es aber nicht). Auch müssen wir nicht jedes Mal einen Wutausbruch bekommen, wenn wir verärgert sind. Genau an dieser Grenze zwischen emotionalen Impulsen und akzeptablem Verhalten, nehmen die Schwierigkeiten ihren Anfang. Je intensiver der sensorische Input des emotionalen Gehirns ist, umso weniger vermag das rationale Gehirn solche Impulse zu dämpfen. Je mehr emotionaler Stress in der Kindheit erlebt wurde, desto anspruchsvoller bis unmöglich verläuft diese innere Regulierung. Inkohärenz und Gefahr ist Bestandteil eines jeglichen Lebens.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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