Chunk #1760

Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 25)

495 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 27

Inhalt

Nirgendwo im Tierreich sind Nachkommen beim Erleben dessen, was für ihr Überleben wichtig ist, so sehr über einen langen Zeitraum auf Fürsorge, Schutz, Unter- stützung und Lenkung von Erwachsenen angewiesen. Schon vorgeburtlich ist bei uns allen ein beträchtlicher Überschuss an Nervenzellen produziert worden, von denen aber nur diejenigen erhalten geblieben sind, die auf irgendeine Weise in funktionelle Netzwerke einge- bunden werden konnten. Der Rest wurde wieder abgebaut, im Durchschnitt etwa ein Drittel. Zusammenfassend nach Gerald Hüther: „Wir erschaffen das neuronale Netzwerk in unserem Gehirn selbst anhand unserer zwischenmenschlichen Erfahrungen. Alles, was später unsere Persönlichkeit ausmacht, was wir wissen und können, was wir fühlen und wie wir denken, verdanken wir dem Umstand, dass andere Menschen uns bei der Benutzung und Ausformung unseres Gehirns geholfen haben. All die hochkomplexen Verschaltungen, die nicht automatisch entstehen, sondern nur dann, wenn sie immer wieder aktiviert und benutzt werden, wären ohne die vielen Anregungen, Ermunterungen, Maßregelungen und KAPITEL 1 – WIR HABEN EIN BESONDERES GEHIRN Wir haben ein besonderes Gehirn Ermahnungen, also ohne die aktive Einflussnahme anderer Menschen auf unsere Hirnentwicklung nicht entstanden. Unser Gehirn ist in sehr viel stärkerem Maß von anderen Menschen und all das, was diese wiederum von anderen Menschen übernommen haben, strukturiert worden.“ Es ist also ein zutiefst systemisches Organ, mehr als wir uns vorstellen können, und es ist das komplizierteste Organ, das wir haben. Was für ein Gehirn ein Kind entwickelt, hängt also davon ab, wie und wofür es das Gehirn benutzt. Das ist bei allen Kindern zunächst die Steuerung eigener Körper- funktionen und Bewegungsabläufe, später für die Gestaltung von Beziehungen zu seinen primären Bezugspersonen und erst danach die schrittweise Entdeckung und Gestaltung seiner immer komplexer werdenden Lebenswelt.

Metadaten

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Erstellt27.12.2025 13:58:35

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