Chunk #1744
Aus: Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf (Index: 9)
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Tokens
Synced
Status
Analysiert
Textsemantik
Textsemantik
| Aussageform | assertion |
|---|---|
| Absicht | define |
| Rahmen | theoretical |
| Diskursrolle | definition |
| Modell | ollama:gemma3:27b-it-qat |
Heading-Pfad
| Pfad | Seite 12 |
|---|
Inhalt
Gleichzeitig sind sie durch die aktuelle Krise, den Konflikt
oder das Problem an eine förderliche Grenze
gekommen, die wir ergänzend zum Coaching
„therapeutisch“ nutzen können, um den Bezug zu ihrem
Selbst wieder herzustellen.
„Therapeutisch“ ist hier nicht automatisch mit
ausschließlich pathologischem Geschehen gleich-
zusetzen. An dieser Stelle ist es wichtig, die Bezeichnung
von „gesund“ und „krank“ neu zu bewerten. Wir alle
haben pathologische Anteile und neurotische Anteile, so
sind wir Menschen nun einmal gestrickt. Das heißt nicht
automatisch, dass wir im Laufe unseres Lebens eine
psychische Erkrankung entwickeln. Ein einfacher Unterschied zwischen Therapie und
Coaching wird definiert, indem wir die Arbeit mit
Menschen in „gesund“ und „krank“ einteilen. Das ist
insofern erforderlich, damit unser Gesundheitssystem
eine Entscheidungsgrundlage für die Bewilligung und
Finanzierung von wissenschaftlich anerkannten
psychotherapeutischen Maßnahmen hat. Klinisch „krank“ setzt eine klassifizierte Diagnose nach
ICD-10 voraus. Die elfte Version der internationalen
statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11)
ist seit Anfang des Jahres 2022 auch in Deutschland
gültig, aber politisch und medizinisch noch kaum
präsent. Offiziell genutzt werden muss die ICD-11 ab dem
Jahr 2027. Bis dahin sind noch Vorbereitungen nötig. Die Grenze ist jedoch nicht immer klar und eindeutig, da
wir den Menschen in seiner Komplexität nicht so einfach
erfassen können. Vieles liegt im Unbewussten ver-
borgen. Symptome wie Ängste, Schlafstörungen oder
Suchtverhalten sind zwar sichtbar, aber nicht unbedingt
das, was dazu geführt hat. Diese pathologischen Anteile können wir vereinfacht
ausgedrückt als diejenigen Selbstanteile bezeichnen, die
wir in unserer Kindheit verleugnen bzw. verdrängen
mussten, um unser Bedürfnis nach Bindung und
Zugehörigkeit zum Primärsystem sicherzustellen.
Metadaten
| Dokument | Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
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| Pfad | /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/Aufbau-Ausbildung/Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf |
| Chunk-Index | 9 |
| Qdrant-ID | 11968fc8-8870-4880-ba52-2a6ba31e2acb |
| Erstellt | 27.12.2025 13:58:35 |
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