Chunk #1258
Aus: Booklet_Extra_RELAUNCH2026.pdf (Index: 38)
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Tokens
Synced
Status
Analysiert
Textsemantik
Textsemantik
| Aussageform | assertion |
|---|---|
| Absicht | explain |
| Rahmen | theoretical |
| Diskursrolle | definition |
| Modell | ollama:gemma3:27b-it-qat |
Heading-Pfad
| Pfad | Seite 35 |
|---|
Inhalt
Seine Ansicht, dass Lernen eine Voraussetzung für Lebendigkeit ist,
untermauert Hüther (2016, S. 8 f.) mit sieben Thesen. Diesen Ansatz fin-
den wir so spannend, dass wir die sieben Thesen nachfolgend kurz für
dich zusammengefasst haben. These 1: Die Evolution des Lebens ist eine fortschreitende Er-
weiterung der Lernfähigkeit lebender Systeme
Solange wir leben, sind wir mit anderen verbunden und von anderen
abhängig. Lebende Systeme können nur lebendig bleiben, wenn sie
sich fortwährend weiterentwickeln und lernen. Diejenigen Systeme,
die sich in der Vergangenheit nicht weiterentwickelt haben, sind im
Verlauf der Evolution ausgestorben. »Denn Leben heißt, die einmal ge-
fundene Stabilität und die zu diesem Zweck herausgebildeten Struk-
turen, Mechanismen und Beziehungen trotz ständig auftretender Ver-
änderungen in Form von Störungen oder Bedrohungen immer wieder
herstellen und aufrechterhalten zu können. Dazu muss jedes Lebewe-
sen in der Lage sein. Sonst stirbt es.« (Hüther, 2016, S. 17)
These 2: Lernen ist ein sich selbst organisierender Prozess
zur Wiederherstellung von Kohärenz
Menschen und andere Lebewesen haben die Fähigkeit, Störungen ih-
rer inneren Ordnung, die durch Veränderungen im Außen ausgelöst
wurden (Inkohärenz), mit Hilfe innerer Reaktionsmuster auszuglei-
chen und damit die Kohärenz wiederherzustellen. Mit jedem Mal, bei
dem wir diese Reaktionsmuster gebrauchen, setzen wir Lernprozesse
in Gang, die es uns ermöglichen, mit zukünftigen Veränderungen im
Außen effizienter umzugehen. Das liegt daran, dass unser Gehirn neue
Erregungs- und Reaktionsmuster abspeichert, die dann nur wenig
Energie verbrauchen. These 3: Lernen führt über die Herausbildung labiler Bezie-
hungsmuster zur Ausformung stabiler Beziehungsstrukturen
Lernprozesse werden immer von bestimmten Auslösern aktiviert, die
die bisher vorhandene innere Ordnung stören.
Metadaten
| Dokument | Booklet_Extra_RELAUNCH2026.pdf |
|---|---|
| Pfad | /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_Extra_RELAUNCH2026.pdf |
| Chunk-Index | 38 |
| Qdrant-ID | 1939ee0d-7039-4899-aac9-c20eb4ec95a2 |
| Erstellt | 27.12.2025 07:16:16 |
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