Chunk #1050

Aus: Booklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf (Index: 87)

498 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle evidence
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Inhalt

und Tätigkeiten übernimmt unser Unterbewusstsein. Oder um es mit Gerhard Roth zu sagen: »Bewusstsein ist für das Gehirn ein Zustand, der tunlichst zu vermeiden und nur im Notfall einzusetzen ist.« Routi- nen und Gewohnheiten bestimmen unser Dasein und das mit gutem Grund: Müssten wir alles, was wir so tun, im vollen Bewusstsein tun, wären wir den Herausforderungen in unserem Leben schlicht nicht gewachsen. Es ist also überlebensnotwendig, konstante Vorgänge als routinierte Gewohnheiten zu etablieren. Das ist nicht nur praktisch, es gibt uns aus noch Sicherheit. Etwas das wir immer tun ist uns vertraut, wir kennen uns aus und haben (die Il- lusion von) Kontrolle. Oft springt zusätzlich unser intrinsisches Beloh- nungssystem, inkl. Dopamin & Co., an und belohnt uns für diese sehr gut gelernten und effektiven Handlungen. Ein simples Beispiel: Wir entdecken eine Spinne, Angst kommt auf, wir springen einen Meter zurück und kreischen. Die Erfahrung: Sehr gut, die Spinne hat uns nicht gefressen, wir leben noch. »Zurückspringen und kreischen« scheint eine gute Strategie zu sein, wir sind erleichtert, wir fühlen uns sicher. Verschafft uns die gleiche Handlung auch die nächsten Spinnen-Sich- tungen über »Erfolg«, werden wir sie in unser Handlungsrepertoire aufnehmen und speichern. Die Krux an der Sache: Auch schlechte Ge- wohnheiten geben uns Sicherheit – alleine schon, weil unser System sie als »richtig weil sparsam« abspeichert. Eine (Ver-) Änderung ist nur dann möglich, wenn sich der Aufwand, diese Gewohnheit durch neue und bewusste Abläufe zu ersetzen, wirklich lohnt und alte Verhaltens- muster dabei nicht mehr erfolgreich erscheinen. Oft fühlen sich schon die scheinbar kleinsten und unwichtigsten Ände- rungen in diesen Routinen völlig falsch an. Nachfolgend ein paar Bei- spiele, die dazu einladen, scheinbar banale Kleinigkeiten einfach mal »anders« zu machen, um die Macht der Gewohnheit – und damit die Macht des Unbewussten - aktiv wahrzunehmen.

Metadaten

DokumentBooklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 05:52:32

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