Chunk #1270

Aus: Booklet_Extra_RELAUNCH2026.pdf (Index: 50)

499 Tokens
Synced Status
Analysiert Textsemantik

Textsemantik

Aussageform assertion
Absicht explain
Rahmen theoretical
Diskursrolle thesis
Modell ollama:gemma3:27b-it-qat
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Pfad Seite 43

Inhalt

Wir können heutzutage von nahezu überall aus auf alle Informationen zugreifen, die das WWW beheimatet und das sind inzwischen so viele, dass wir sie gar nicht mehr quantifizieren können. Es gibt kaum etwas, das das Internet nicht weiß und wir haben es bequemer denn je, uns jegliche erdenklichen Informationen zu beschaffen. Telefonnummern merkt sich längst das Smartphone für uns, den Orientierungssinn nimmt uns das Navigationsgerät ab und an die Geburtstage unserer Liebsten erinnern uns soziale Netzwerke. Dort, wo früher unser Gehirn gefragt war, braucht es heute offensicht- lich nur noch wenige Klicks in der digitalen Welt. Das klingt zwar im ersten Moment sehr bequem und komfortabel, birgt allerdings gleich- zeitig eine ganz wesentliche Gefahr: die Gefahr der Auslagerung. Wir neigen dazu, alles auszulagern, was im Rahmen der technischen Möglichkeiten machbar ist und freuen uns gleichzeitig darüber, dass wir in unserem Kopf dadurch Kapazität für andere Dinge frei haben. Doch ist das wirklich so? Trugschluss! Unser Gehirn ist nicht ansatzweise mit einem Computer vergleichbar, dessen Festplatte irgendwann voll sein könnte - im Ge- genteil. Die Verbindungen in unserem Gehirn verändern und festigen sich immer dann, wenn wir es benutzen und Informationen verarbei- ten. Das hat zwei ganz grundlegende Folgen (Spitzer, 2020, S. 16): 1. Je mehr das Gehirn verarbeiten muss, desto mehr kann es auch speichern. 2. Je mehr das Gehirn gespeichert hat, desto besser kann es neue Infor- mationen verarbeiten. Das bedeutet konkret, dass uns das Lernen sogar leichter fällt, wenn wir in der Vergangenheit schon viel gelernt haben. Je mehr wir unser Ge- hirn also benutzen, desto mehr passt hinein. Wir unterliegen also einem ganz klaren Trugschluss, wenn wir glauben, dass wir unserem Gehirn etwas Gutes damit täten, die Informationsverarbeitung auszulagern. Eine weitere Gefahr der Digitalisierung besteht darin, dass wir unse- re Fähigkeiten in vielen Bereichen überschätzen.

Metadaten

DokumentBooklet_Extra_RELAUNCH2026.pdf
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Erstellt27.12.2025 07:16:16

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