=== SYSTEM ===
Du bist ein hilfreicher Assistent für Fragen zu systemischem Teamcoaching und Teamentwicklung.
Beantworte die Frage des Nutzers basierend auf dem bereitgestellten Kontext.
- Antworte auf Deutsch
- Sei präzise und hilfreich
- Wenn der Kontext die Frage nicht beantwortet, sage das ehrlich
- Verweise auf die Quellen wenn passend
=== USER ===
Kontext aus den Dokumenten:
[Quelle 1: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_CoachingBusiness_RELAUNCH2026.pdf] (Beleg, instruct)
Ein niedriger Erfüllungsgrad eines Wertes gibt Auskunft darüber, dass
dahinterliegende Bedürfnisse nicht in ausreichendem Maß erfüllt wer-
den. Diese Bedürfnisse gilt es nun zu identifizieren.
Zum Abschluss geht es natürlich auch bei diesem Tool darum, dass
der Coachee konkrete Handlungsschritte für sich herausarbeitet, die
dazu beitragen, den Erfüllungsgrad einzelner Werte zu steigern. Es ist
ratsam, sich dabei zunächst auf einen Wert zu konzentrieren, der die
größte Auswirkung bzw. den größten Hebel auf das System hat.
C. PRAKTISCHES WIE! (…SO WIRD ES GEMACHT!)
1. Rad der Werte erklären & Einverständnis einholen
Für diese Intervention ist es ratsam, ein vorbereitetes Rad der
Werte-Template für den Coachee bereitzuhalten.
»
Das Gefühl der persönlichen Zufriedenheit resultiert aus
einer Übereinstimmung des aktuellen Verhaltens und der
persönlichen Werte und Bedürfnisse. Ich würde daher
gerne eine Übung mit dir machen, in der es darum geht,
deine Werte und Bedürfnisse im Kontext … zu visualisieren
und zu sehen, was es für dich braucht, um dich wieder
mehr in Balance zu fühlen.
2. Kontext bestimmen
Der Kontext sollte so spezifisch wie möglich gewählt werden, da
die Relevanz der einzelnen Werte sehr stark davon abhängig ist.
Beispiele für einen Kontext wären: »Life-Balance«, »Job A oder
B?«, »Mein Konflikt mit XY«, »Meine Sport-Motivation«.
»
In welchem Bereich möchtest du dich wieder mehr in
Balance fühlen?
»
Variation:
»
Welche Überschrift würdest du der bevorstehenden
Entscheidung/deiner Fragestellung geben?
3. Herausarbeiten der acht wichtigsten Werte für den Kontext
Die Werte, die der Coachee hier nennt, solltest du dir notieren.
An dieser Stelle wird noch nichts in das Template eingetragen, da
die Aufzählung ggf. noch nicht final ist.
»
Wie könnte die Situation im besten/schlimmsten Fall
aussehen?
UNTERWEGS IN DER PRAXIS
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[Quelle 2: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_PerspektiveBeziehung_RELAUNCH2026.pdf] (These, erklärt)
HERZLICH WILLKOMMEN! Direkt zu Beginn lüften wir ein kleines Geheimnis: dieses Modul ist uns
ganz besonders wichtig! Denn in systemischen Ausbildungen wird die
Beziehungsgestaltung nach wie vor leider oft »nur« so zwischendurch
oder am Rande gestreift und kommt aus damit oft viel zu kurz. Wie du weißt, sind uns Tools wichtig und gleichzeitig braucht es für
die Wirksamkeit von Tools noch etwas mehr als Prozesssicherheit und
Methodenkenntnis. Überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen, ge-
hen sie in Beziehung zueinander – ob sie es wollen oder nicht. Es ver-
hält sich hier ein bisschen wie beim Thema Kommunikation: man kann
nicht nicht kommunizieren. In Anlehnung an Paul Watzlawik würden
wir gerne die These wagen: man kann nicht nicht in Beziehung gehen. Stell dir vor, du verbringst gemeinsam mit deinem Coachee 2 Stunden
in einem (virtuellen) Raum – ohne in Kontakt und damit in Beziehung
zu gehen. Geht nicht, wirst du jetzt sicherlich sagen – und Recht hast
du. Erstaunlicherweise sind in dem Raum genau zwei Menschen, mit
denen du in Kontakt und in Beziehung gehst – mit deinem Coachee
und mit dir selbst. Mit den unterschiedlichsten Facetten von Kontakt- und Beziehungs-
gestaltung beschäftigen wir uns in diesem Modul – denn in der Bezie-
hungsgestaltung hast du sehr viel aktiven Gestaltungsspielraum. Um
diesen zu nutzen, ist es hilfreich, erst einmal zu verstehen, was in und
zwischen Menschen so alles passiert, wenn sie miteinander in Kontakt
kommen. Auf dieser soliden Wissens- und Erkenntnisbasis bauen wir dann mit
den entsprechenden Tools so auf, dass sie ihre volle Wirkkraft über-
haupt erst entfalten können! Das ist ein bisschen so wie bei einem
Haus, das entweder auf Sand oder auf einem soliden Fundament er-
baut werden kann (mit allen bekannten metaphorischen Konsequen-
zen). Wir entscheiden uns mit diesem Modul, unsere Coaching-Arbeit
auf ein solides Beziehungs-Fundament statt auf Sand aufzubauen.
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[Quelle 3: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_ProzessAuftrag_RELAUNCH2026.pdf] (Beleg, erklärt)
enorm ein. Wir agieren also in einem Feld, in dem die Wahlfreiheit auf
ein Minimum reduziert ist. Wir unterstützen damit die Wirklichkeits-
konstruktion und Annahme der Klientin, dass es für sie nur zwei mög-
liche Wege gibt. Sind diese Wege z.B. der Problemtrance entsprungen,
also einem Zustand, in dem nur das Problem gesehen werden kann,
sind andere Lösungen, die nicht im direkten Zusammenhang mit dem
Problem stehen, gar nicht vorstellbar für die Klientin.
Dabei wollen wir im Coaching ja genau das Gegenteil bewirken: Der
Blick der Klientin soll und darf weit werden für die Möglichkeiten und
Lösungen, die hinter der nächsten Ecke auf sie warten. Sie soll sich in
ihrer Kraft fühlen, in ihrer Kompetenz, um so eine für sie und ihr Hei-
matsystem stimmige Lösung zu finden.
Entscheidungsaufträge sollten daher nur unter bestimmten Bedin-
gungen angenommen werden, damit sie unter systemischen Aspekten
wertschätzend und für die Klientin zielführend im Coaching bearbeitet
werden können. Es geht nicht darum, den Entscheidungswunsch zu
negieren oder die Kompetenz der Klientin in Frage zu stellen. Es geht
darum, herauszufinden, welche Faktoren die Klientin braucht, um zum
für sie nötigen Zeitpunkt eine möglichst gute Entscheidung treffen zu
können. Der Fokus der gemeinsamen Koproduktion liegt dann also auf
»Was braucht meine Klientin, um autonom eine gute Entscheidung
treffen zu können?« und nicht mehr auf »Soll sie A oder B machen?«.
Mehr zu diesem »Umweg« im Entscheidungsprozess, erfährst du im
Modul Aufstellung und Entscheidungen.
DEM GUTEN FRAGER IST SCHON HALB GEANTWORTET.
Friedrich Nietzsche
ANLIEGEN ZU AUFTRÄGEN MACHEN – DIE AUFTRAGSKLÄRUNG
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[Quelle 4: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_PersoenlichkeitHumor_RELAUNCH2026.pdf] (Beleg, instruct)
Male jetzt einen Kreis und teile ihn in insgesamt 6 Tortenstücke auf. Wähle
aus deiner Motivatoren-Liste die sechs Aspekte aus, die dir am wichtigsten
sind und schreibe jeden in eines der Tortenstücke (wie beispielhaft gezeigt).
Nun überlegst du, welche dieser Motivatoren du schon heute auslebst
und zu wieviel Prozent. So wie du es schon von der Darstellung beim
Rad der Werte kennst, kannst du die jeweiligen Tortenstücke entspre-
chend mehr oder weniger gefüllt ausmalen und zusätzlich die Prozent-
zahl in das Tortenstück eintragen. Durch die Visualisierung wird sicht-
bar, welche deiner Motivatoren du bereits aktiv lebst und was eventuell
noch zu kurz kommt.
Auf diesem Selbsterkenntnis-Fundament bekommst du einen ersten
Überblick, was dich antreibt und einen klareren Blick dafür, worauf
deine Positionierung einzahlen sollte, damit du die für dich passenden
Themen, Aufgaben und Menschen anziehst.
Eine weitere Möglichkeit, hinter die Kulissen deines inneren Motors zu
blicken ist der »Golden Circle« von Simon Sinek.
Mein eigener
Chef sein
Mit Menschen
arbeiten, die
ich mag
Herausforde-
rungen haben
Menschen
helfen
Meinen
eigenen
Seelenauftrag
erfüllen
Abwechslungs-
reiche Aufgaben
haben
GUT ZU WISSEN
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[Quelle 5: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_SystemikFragen_RELAUNCH2026.pdf] (These, erklärt)
vermeintlich feststehende Tatsache der Unfähigkeit wird aufgeweicht.
Sie ist nicht mehr ein unfähiger Mensch, sondern ein Mensch, der sich
eben manchmal unfähig verhält. Und das tun wir doch ehrlich gesagt
alle mal, damit können wir also arbeiten. Und genau das wollen wir im
systemischen Coaching: Handlungsoptionen und Wahlmöglichkeiten
erhöhen, damit Klientinnen (neue) Lösungen finden und umsetzen
können, ihr Handlungsspielraum im Problemfeld soll größer und bun-
ter werden.
5.
ERKENNEN SYSTEMISCHER ZUSAMMENHÄNGE
Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass uns die systemische Aus-
richtung zeigt, dass lineares Denken im Sinn von »Wenn ich A tue, pas-
siert zwangsläufig B« für zwischenmenschliche Begegnungen keine
angemessenen Erklärungen liefert. Dynamische und autonom agie-
rende Systeme, die zu einem bestimmten Handeln nicht gezwungen
werden können, reagieren eben nicht vorhersehbar, und schon gar
nicht auf Knopfdruck. Die jeweiligen Beziehungsbeiträge haben viel-
mehr wechselseitige Auswirkungen – damit ist Verhalten gleichzeitig
verursacht und verursachend. Als systemische Coaches versuchen wir
daher, Prozesse und Systeme in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen
und damit auch Ursache und Wirkung als zirkulären Prozess zu begrei-
fen.
DÜRFEN WIR VORSTELLEN
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Frage: wer hat dich programmiert?