Kontext:
[Quelle 1: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_ProblemeLoesungen_RELAUNCH2026.pdf] (Zusammenfassung, erklärt)
HERZLICH WILLKOMMEN!
In diesem Modul stehen nochmals ganz besonders die vielen Aspek-
te rund um Lösungen und Ziele im Fokus. Systemisches Coaching ist
zukunfts- und lösungsorientiert, sagen wir. Aber was bedeutet das
eigentlich auf den unterschiedlichsten Ebenen unseres Denkens und
Handelns?
Um uns von möglichst vielen Seiten den Antworten auf diese und wei-
tere Fragen zu nähern, stellen wir dir bewährte Techniken, sozusagen
die »großen Interventions-Klassiker« vor, die von unverzichtbaren Vor-
denkern und Urgesteinen der Coachingwelt etabliert wurden. Immer
in dem Wissen, dass es sich um »angedachte« Modelle und idealtypi-
sche Abläufe handelt, die gleichzeitig erst durch deinen ganz individu-
ellen Coaching-Stil und die individuelle Situation der Klient*innen zum
Leben erweckt werden.
Mit dem Wissen aus den letzten Modulen und den ersten Übungs-
runden mit dem Coaching-Prozess im Gepäck, füllt sich mit diesem
Modul deine Interventions-Toolbox in Windeseile. Du wirst sehen, dass
du nach diesem Modul bereits so viele »Schätze« eingesammelt hast,
dass du die ersten Probeklient*innen in Coachings begleiten kannst
und wirst!
Wie schon öfters angesprochen, empfehlen wir im Umgang mit den
Interventionen, diese so oft wie möglich direkt nach dem Modul im
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WILLKOMMEN
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[Quelle 2: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_AufstellungEntscheidung__RELAUNCH2026.pdf] (Definition, definiert)
Im systemischen Ein-
zel-Coaching arbeiten wir normalerweise mit Gegenständen, um für
Klienten relevante Systembestandteile zu symbolisieren – wir sprechen
in diesem Kontext dann von Einzelaufstellungen - Aufstellungsarbeit
mit Einzelpersonen. In jedem Fall übernimmt der Aufstellungsleiter (z.B. ein Systemischer
Coach oder Therapeut) die Prozessverantwortung und führt den Kli-
enten durch die jeweilige Aufstellung seines veränderungsrelevanten
Systems. Aufstellungen lassen sich unterscheiden nach Durchführung im …
DÜRFEN WIR VORSTELLEN
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[Quelle 3: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/Aufbau-Ausbildung/Therapie_Ausbildung_Lernunterlagen_final.pdf] (These, instruct)
In der systemischen Therapie begeben wir uns nun in
tiefergehende systemische Prozesse und beziehen
komplexe Facetten des Mensch Seins mit ein. Dazu
brauchen wir ein fundiertes psychologisches Wissen, um
Probleme auch auf der innerseelischen Ebene deuten zu
können – da hier viel ungeborgenes Lösungspotenzial
zu finden ist.
Als Coaches haben wir bereits ein Bewusstsein über die
Beziehungsgestaltung im Coachingprozess. Wir wissen,
was blinde Flecken sind und wie wir unseren Klienten
helfen, Wachstumssperren zu überwinden. Wir führen sie
einen Schritt weiter, vom aktuellen Problem ausgehend,
in das Nächstmögliche. Wir haben hilfreiche Tools parat,
mit denen wir unsere Klienten helfen, ein Dilemma
aufzulösen und Entscheidungen zu treffen, Konflikte
mutig anzugehen oder in herausfordernden Situationen
angemessen mit aufkommenden Emotionen umzu-
gehen. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Klienten
lösungs- und handlungsorientiert in ihrem Ent-
wicklungsprozess zu begleiten und sind hier durchaus
erfolgreich.
Coaching und Therapie
EINFÜHRUNG
Wir gehen dabei unweigerlich in Resonanz mit der Welt
unserer Klienten und tun dies auf eine Weise bewusst
und gleichzeitig unbewusst. Wir treten bei jedem
Coaching ein in einen uns unbekannten Resonanzraum,
ohne vorher zu wissen, was kommen wird.
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[Quelle 4: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_ProzessAuftrag_RELAUNCH2026.pdf] (These, erklärt)
Durch diese Unterscheidung wird klar, wie effektive systemische Arbeit
zu gestalten ist: Da wir als Coach nicht dabei sind, wenn die Klientin
neue Denkmuster oder Verhaltensweisen aktiv in der Praxis anwen-
det, können wir in ihrem Heimatsystem auch nicht unterstützend tätig
werden. Wir begleiten die Klientin in der Regel nicht bei ihrer nächsten
Gehaltsverhandlung oder dem nächsten Konflikt in der Partnerschaft. Die im Coaching entstandenen Lösungen müssen also von der Klientin
autonom umgesetzt werden. Dabei ist Coaching ein Lösungsprozess der Klientin, dem schon an-
dere vorausgegangen sind und dem vielleicht weitere folgen werden. Im Idealfall entwickelt und entdeckt die Klientin im Beratungssystem
Kompetenzen, Muster und zieldienliches Erleben, auf deren Basis sie
in Zukunft kreativ und stimmig ihren Alltag selbst gestalten kann. Unser Ziel als Coach ist es daher immer, dass unsere Coachees Selbst‑
kompetenzen entwickeln, also ein verlässliches Wissen darüber, was für
sie gut ist und die Fähigkeiten, dieses Wissen umsichtig in die Tat umzu-
setzen. Wir wollen uns also selbst schnellstmöglich überflüssig machen.
(Wobei wir natürlich nicht böse sind, wenn Klientinnen nochmals wie-
derkommen.)
1. VERTRAGLICHE GRUNDLAGEN
Starten möchten wir hier diesen »Systemrundgang« nicht mit einer
Rechtsberatung, sondern einem Überblick zu den Besonderheiten
und Rahmenbedingungen, die bei der Vertragsgestaltung zwischen
Coach und Klientin zu berücksichtigen sind. Dabei liegt unser Fokus
(weiterhin) auf Coaching von Einzelpersonen. Hinweise und Details, die
bei der Vertrags- und Auftragsklärung im Unternehmenskontext rele-
vant werden, bekommst du in Modul Coaching & Business. Die Coaching-Vereinbarung zwischen Coach und Klientin bezüglich
der Ziele, die realisiert werden sollen, sowie die grundsätzlichen Rah-
menbedingungen, werden in der Regel mündlich getroffen.
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[Quelle 5: /var/www/nextcloud/data/root/files/Documents/ausbildung_systemisches-coaching/Booklet_GrundlagenHaltung_RELAUNCH2026.pdf] (Definition, erklärt)
wahr und laufen immer wieder gegen die Wand – oft nur zehn
Zentimeter neben der offenen Tür. Ein Wechsel der Perspektive
hilft hier weiter. Lösungen lauern überall! Oft sind es verschütte-
te oder im Problemkontext nicht wahrgenommene Kompeten-
zen und Potentiale, die im Coaching an die Oberfläche gelan-
gen und dann für Veränderungsarbeit zur Verfügung stehen.
• Segeln statt rudern. Dynamiken des Systems nutzen, nicht gegen sie arbeiten. Denn
wie sich ein System ändert, bestimmt nicht der Impulsgeber,
sondern das System. Im Coaching werden Wege erarbeitet, wie
Menschen sich selbst ändern können, um innerhalb des be-
stehenden Systems zum Ziel zu kommen.
• Dynamisch Handeln. Die Wirkung von Impulsen auf lernende Systeme ist nicht ein-
deutig. Die Navigation in lernenden Systemen, so auch Coa-
ching, ist damit ein dynamischer Prozess, der große Aufmerk-
samkeit und fortwährende Überprüfung von Wegen und Zielen
erfordert. Nicht nur Erfolge, sondern auch Rückschläge sind
Stationen auf dem Weg zum Ziel.
(…) Ziel von systemischem Coaching kann es nicht sein, zu »richtigen«
Lösungen zu gelangen. Ob eine gefundene Lösung »richtig« ist, lässt
sich vorab nicht berechnen. Vielmehr zielt systemisches Coaching da-
rauf ab, für den Coachee nützliche Lösungen zu erarbeiten. Nützlich
kann grundsätzlich alles sein, was den Handlungsspielraum real er-
höht und zu tragfähigeren Denk- und Handlungsmustern in Bezug
auf das Coachingziel führt. Tragfähig können nur solche Lösungen
sein, die an den vorhandenen Potentialen des Coachee ansetzen und
diese erweitern.« (Dr. Sander, 2011)
Wenn du magst, darfst du all das erst einmal wirken lassen. Oder du
recherchierst jedes Wort davon. Oder du bist erstmal erschlagen oder
freust dich auf das, was dazu noch kommt. So oder so: Die Welt der
Systemik mit all ihren Facetten wird dir als systemischen Coach ein (Ar-
beit-) Zuhause werden.
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Frage: erkläre systemisches coaching
Systemisches Coaching ist ein zukunfts- und lösungsorientierter Ansatz, der darauf abzielt, Klienten dabei zu helfen, ihre eigenen Kompetenzen und Potenziale zu entdecken und zu nutzen, um Veränderungen zu bewirken und Ziele zu erreichen. Es geht nicht darum, "richtige" Lösungen zu finden, sondern nützliche Lösungen, die den Handlungsspielraum des Klienten erweitern und zu tragfähigeren Denk- und Handlungsmustern führen (Quelle 5).
Hier sind einige Schlüsselmerkmale, die systemisches Coaching ausmachen, basierend auf den bereitgestellten Quellen:
* **Fokus auf Lösungen und Ziele:** Im Mittelpunkt stehen nicht das Problem selbst, sondern die Suche nach Lösungen und die Definition klarer Ziele (Quelle 1).
* **Individuelle Anpassung:** Die Techniken und Modelle sind "angedacht" und müssen an den individuellen Coaching-Stil des Coaches und die spezifische Situation des Klienten angepasst werden (Quelle 1).
* **Autonomie des Klienten:** Der Coach begleitet den Klienten, setzt aber nicht direkt Lösungen um. Die Umsetzung der im Coaching entwickelten Lösungen liegt in der Verantwortung des Klienten (Quelle 4).
* **Nutzung von Systemdynamiken:** Es geht darum, die Dynamiken des Systems zu nutzen, anstatt gegen sie zu arbeiten. Der Fokus liegt darauf, wie sich Menschen innerhalb ihres bestehenden Systems verändern können, um ihre Ziele zu erreichen (Quelle 5).
* **Dynamischer Prozess:** Coaching ist ein dynamischer Prozess, der Aufmerksamkeit und fortwährende Überprüfung erfordert. Rückschläge sind ebenso Teil des Prozesses wie Erfolge (Quelle 5).
* **Resonanzraum:** Der Coach tritt in einen unbekannten Resonanzraum mit der Welt des Klienten ein und arbeitet bewusst und unbewusst mit dieser Resonanz (Quelle 3).
* **Einzelaufstellungen:** Im Einzel-Coaching können Gegenstände verwendet werden, um relevante Systembestandteile zu symbolisieren und Aufstellungen durchzuführen (Quelle 2).
* **Ziel der Selbstkompetenz:** Das Ziel des Coaches ist es, die Selbstkompetenz des Klienten zu fördern, sodass er eigenständig sein Wissen und seine Fähigkeiten in die Tat umsetzen kann und der Coach sich "überflüssig macht" (Quelle 4).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass systemisches Coaching ein Prozess ist, der darauf abzielt, Klienten zu befähigen, ihre eigenen Ressourcen zu nutzen, um Veränderungen zu bewirken und ihre Ziele zu erreichen, wobei der Coach als Begleiter und Unterstützer fungiert.
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